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Notiz des Weinherstellers

Verführerische Aromen von reifen Kirschen und Brombeeren sind das Hauptmerkmal eines sehr guten Jahres mit warmem Wetter. Die Gewürze von Syrah und die Vanille- und Rauchnoten aufgrund der Alterung in Fässern aus französischer Eiche ergänzen den komplexen aromatischen Charakter, während die samtigen Tannine und der lang anhaltende, würzige Abgang die Reichhaltigkeit und die Intensität des Weins unterstützen.

Sorten

Syrah 60%, Merlot 30%, Xinomavro 10%

Herstellung

3000 Kisten

Alterung

12-15 Jahre

Lagerung

16 Monate in 225-Liter-Eichenfässern und danach Alterung für 6 Monate in Flaschen

Geografischer Ursprung

Ausgewählte Blöcke (#19, #32, #23 & #15) von den Weinbergen des Landguts von Kir-Yianni in Naoussa

Serviervorschläge

Er ist komplex, mit starkem Säuregehalt und tanninreich und passt ausgezeichnet zu rotem Fleisch und Wild.

Angaben

Alkoholgehalt:  15.0%
pH:  3.41
Titrierbarer Säuregehalt:  5.9 g/L
Flüchtige Säure:  0.66 g/L
Restzucker:  3.4 g/L
Phenolgehalt:  82.6
Farbintensität:  15.24/0.67
Freie/Gesamtsulfite:  21/75 ppm

Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren von eher mittelmäßiger Qualität sieht es so aus, als ob Xinomavro 2011 zu seinen sehr hohen Standards zurückfindet. In diesem Jahr hat das Wetter dazu beigetragen, dass die Trauben ein gutes Niveau von Phenolreife mit relativ geringem Alkoholpotenzial erreichen, und das gehört zu den Sachen, um die wir uns in den letzten Jahren bemühen. Auf einen regnerischen Mai folgte eine lange Trockenzeit ohne extrem hohe Temperaturen. So reiften die Trauben gut, und weil es im Sommer keine Hitzewellen gab, hatten die Trauben ein sehr gutes Niveau von Säure, was wiederum Weine mit einem langen Lagerpotenzial zur Folge hatte. Es scheint, dass 2011, genau wie 1994 und 2001, eins dieser Jahre sein wird, die nur ein Mal in einem Jahrzehnt vorkommen!

Die Weinberge des Landguts Kir-Yianni in der kontrollierten Ursprungsbezeichnung Naoussa befinden sich in Höhe von 230-320m auf den östlichen Ausläufern des Berges Vermio. Das Typische für das Mikroklima der Weinanbauzone sind die vielen Regenfälle im Winter und im Frühling und eine mittelmäßige Trockenheit im Sommer. Die Gegend zeichnet sich durch Hügel mit mittelhohen bis hohen Hängen und eine panoramische Ausrichtung aus. Der Boden besteht aus gemischtem Kalkstein, von Ton bis Lehm und sandigem Lehm. Wegen dieser Vielfalt und Komplexität der Gegend bestehen die Weinberge aus 33 separaten Blocks mit jeweils eigenen, besonderen Merkmalen und Anbaumethoden. Im Herzen des Landguts treffen sich drei Bodentypen und Sorten: Syrah gedeiht im sandig-lehmigen Boden des Blocks #19 mit dem niedrigen pH, Merlot in dem lehmigen Kalksteinboden von Block #23 und der einheimische Xinomavro gedeiht am besten im Tonkalksteinboden des Blocks #27. Alle drei Blöcke befinden sich auf Hängen mit südöstlicher Ausrichtung, während die Reihen vom Nordosten nach Osten orientiert sind. Ein doppeltes vertikales Sprinklersystem und die großzügigen Abstände zwischen den Stöcken - 3.500--4.000 per Hektar - sorgen für maximale Vitalität und optimale Laubarbeit. Der Ertrag beträgt 60 Hektoliter per Hektar.

Das Ziel bei der Herstellung von Dyo Elies ist, beide Sorten zu betonen und dann eine einmalige Cuvée zu schaffen, bei der ihre besten Eigenschaften hervorgehoben werden. Merlot spendet den vollen Körper, Syrah fügt die Würze und den samtigen Nachgeschmack hinzu und schließlich fügt Xinomavro mit seinem komplexen Bukett und Struktur eine besondere Note hinzu. Die Weinlesezeit dieser Sorten ist unterschiedlich; sie beginnt von Ende August für Merlot und reicht bis Mitte bzw. Ende September für Syrah und Xinomavro. Die Trauben werden mit der Hand gelesen und vor dem Keltern auf einem Sortiertisch ausgewählt. In der ersten Woche nach dem Keltern wird der Most von jeder Sorte bei 11-12°C in reduktivem Milieu kalt eingeweicht. Die Temperaturen steigen allmählich, damit die Gärung von Merlot bei 29-30°C stattfindet, der auch nach der Gärung einige Tage lang erwärmt wird. Im Gegensatz dazu wird für die Gärung von Syrah die Temperatur bei 22-24°C konstant gehalten, und gleich danach beginnt die Milchsäuregärung in neuen Eichenfässern. Xinomavro gärt bei 22°C in offenen Behältern ohne Umpumpen, damit eine überhitzte Tanninextraktion vermieden wird, die bei den lokalen traditionellen Weinen sehr gewöhnlich war. Stattdessen macht eine kontrollierte hydraulische Pigeage ein frühes und verfeinertes Optimum an Phenolen möglich, was zum Entfernen der Traubenhaut mit einer pneumatischen Weinpresse noch vor dem Ende der Gärung führt. Nach der Gärung altern die Weine separat in Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche. Ungefähr 25% der Fässer des Kellers werden jedes Jahr durch neue ersetzt.